3 Europa Cup Titel!

5. März 2019 Aus Von Kevin Crichton

Der Kampf- und Sportclub Hanau 2012 e.V. startete am vergangenen Sonntag mit fünf Kämpfern im 750 km entfernten Maribor (Slowenien) beim internationalen Europacup im Ju-Jutsu Fighting. Dabei waren die Brüdergrimmstädter mit drei Goldmedaillen und zwei fünften Plätzen überaus erfolgreich.

Patrick Sagorski und Sebastian Uhlendorf feierten beide nach langer Verletzungszeit, Altmeister Sebastian Uhlendorf nach über zwei Jahren, erfolgreich ihr Comeback in der Gewichtsklasse bis 77 kg.

Sebastian Uhlendorf kämpfte sich nach einer Niederlage mit 6:10 Punkten gegen den Kaderathleten Matthias Weisz aus Österreich ins kleine Finale vor, indem er zuvor gegen Nikola Malenica aus Kroatien mit 14:0 und Milos Tanasic aus Serbien mit 16:5 gewann.

Den Kampf um Platz drei gegen den Rumänen Andrei-Christian Vacariu musste Uhlendorf nach der Kampfzeit mit 14:8 Punkten abgeben. Damit erkämpfte sich Sebastian Uhlendorf einen beachtlichen fünften Platz.

Parallel kämpfte sich sein Teamkollege Patrick Sagorski ebenfalls ins kleine Finale vor. Er gewann gegen Milos Tanasic aus Serbien mit technischer Überlegenheit 14:0, verlor den zweiten Kampf gegen Tim Toplak aus Slowenien, den amtierenden Weltmeister bis 69 kg ebenfalls mit technischer Überlegenheit und gewann anschließend gegen Karlo Pernar aus Kroatien. Im Kampf um die Bronzemedaillle musste er sich, wie sein Teamkollege Sebastian, gegen den Österreichischen Kaderathleten Matthias Weisz geschlagen geben.

Trainer Jens Gottwald zeigte sich zufrieden: „Die beiden haben sich nach ihren Verletzungen stark präsentiert und sich verdient den fünften Platz erkämpft. Beide hatten eine lange verletzungsbedingte Pause und ich bin mir sicher dass sie bei Höchstleistung die Bronzemedaille oder mehr erreicht hätten.“

Dann griff der U21 Athlet – 62kg des KSC Hanau, Timon Kaeppel, ins Geschehen ein. Timon Kaeppel wurde ebenfalls bei den Senioren gemeldet, was an dieser Stelle absolut hervorzuheben ist.

Den ersten Kampf gewann Timon Kaeppel gegen den 13. platzierten der Europameisterschaften in Katowice, Sebastiano Aina mit 14:6 Punkten und setzte damit ein erstes Ausrufezeichen.

Als nächstes trat er dem amtierenden Europameister und Vizeweltmeister 2018 Louis Cloots aus Belgien gegenüber. Timon Kaeppel dominierte den Kampf in Part 1, dem Schlagen und Treten und sicherte sich seinen Sieg mit einem Haltegriff am Ende des Kampfs. Er gewann nach Ablauf der Zeit überglücklich mit 16:12 Punkten. Im Finalkampf stand er wiederholt einem Belgier, Bjarne Lardon, gegenüber, den Timon Kaeppel ebenfalls mit einen technischen K.O. vorzeitig von der Matte fegte. Er warf den Belgier mit Hüftwurf, am Boden hielt er ihn und anschließend beendete er im Part 1 mit einem Handkantentreffer das Finale für sich. Trainer Jens Gottwald dem das Grinsen nicht mehr aus dem Gesicht ging kommentierte: „Timon zeigte heute Bilderbuch-Jujutsu. Wie er die Kämpfe gewann war einzigartig. Das Potential, das in ihm steckt ist riesig, ich bin einfach nur begeistert.“

Max Strauch war der nächste der Hanauer. In seinem ersten Kampf gewann er souverän mit Full Ippon, dem technischen K.O., gegen Csaba Zsipmond-szekely aus Ungarn. Als nächstes trat Strauch Marko Durutovic aus Montenegro gegenüber. Auch diesen Kampf konnte Max Strauch ohne Probleme frühzeitig für sich entscheiden. Hagay Edri aus Israel machte im darauffolgenden Kampf Max insbesondere am Boden das Leben schwer. Doch der Bundedkaderathlet gewann auch diesen Kampf gegen den starken Sportler aus Israel souverän mit 12:4 Punkten.

Im Finale traf er nun auf den altbekannten österreichischen Meister und seinen Rivalen Daniel Heisenberger. Max Strauch dominierte den Kampf, warf seinen Gegner mit einem starken Hüftwurf und gewann erneut vorzeitig mit Full Ippon.

Simon Roiger trat als letzter der Hanauer in seiner Kampfklasse +94 kg an. Seinen ersten Kampf gewann er vorzeitig gegen Nik Dvanayscak, den Lokalmatador aus Maribor, mit 14:0 technischer Überlegenheit. Auch seinen zweiten Kampf dominierte Roiger und gewann diesen ebenfalls mit technischer Überlegenheit und 14:0 Punkten in nur 31 Sekunden gegen den Kroaten Kolar Marin. Er traf mit dem vorderen Bein auf Ippon, warf seinen Opponenten mit dem Schulterwurf und hielt ihn anschließend im Kreuzvierer am Boden.

Nun stand ihm der amtierende Weltmeiszer Dejan Vukcevic aus Montenegro gegenüber. Die beiden Schwergewichtler lieferten sich einen intensiven Schlagabtausch und gingen anschließend in den Griffkampf über, indem beide versuchen den besseren Griff für einen Wurf für sich zu bekommen. Roiger dominierte diesen, doch bevor Roiger zum Wurf ansetzen konnte verletzte sich der Weltmeister Dejan Vukcevic an der Schulter und musste den Kampf beim Stand von 1:1 Punkten abbrechen.

Den abschließenden Kampf in seiner Gewichtsklasse hatte Sinom Roiger gegen Jonas Butz, den 125 kg schweren und erfahrenen Landeskaderathlet aus Bayern. Simon Roiger gewann gegen den Drittplatzierten der Deutschen Meisterschaften wieder mit technischer Überlegenheit und verdiente sich die Goldmedaille und damit den Europacup Sieg. „Max und Simon haben sich beide souverän den Sieg gesichert. Simon hat auch gegen den Weltmeister auf der Matte super ausgesehen. Ich bin stolz auf meine Jungs, wir waren als Team mega erfolgreich und ich freue mich auf die weiteren Wettkämpfe in diesem Jahr.“, so die abschließenden Worte des Trainers Jens Gottwald.

Nächstes Wochenende geht es für das gesamte Team des KSC Hanau nach Zeitz zum Pokal des Präsidenten von Sachsen-Anhalt. (Presseteam KSC Hanau)