Ju-Jutsu

Was ist Ju-Jutsu?

Ju-Jutsu ist die moderne Selbstverteidigung für die Praxis des täglichen Lebens, optimal, leicht erlernbar und vielseitig anwendbar. Ju-Jutsu beinhaltet mehr, als der Name allein zu erkennen gibt. “Ju” bedeutet nachgeben oder ausweichen, “Jutsu” Kunst oder Kunstgriff. Ju-Jutsu ist also die Kunst, durch Nachgeben bzw. Ausweichen mit der Kraft des Angreifers zu siegen.

Doch angefangen hat es nach der Jahrhundertwende in Europa mit dem Jiu-Jitsu, der Kunst der waffenlosen Selbstverteidigung. Die in ihm ent- haltenen Elemente wurden im Judo, aber auch im Karate, Aikido usw. fort- entwickelt und spezialisiert. Für eine umfassende Selbstverteidigung ist jede dieser Disziplinen jedoch nur ein Teil des Ganzen geblieben. Die Voll- kommenheit liegt in der Zusammenfassung zu einem System.

Aber auch die Angriffe sind raffinierter, vielfältiger, vor allem aber gefährlicher geworden. Hier galt es, diesen ein Selbstverteidigungssystem entgegenzusetzen, das leicht erlernbar und einprägsam ist und den optimalen Gebrauch der Selbstverteidigungstechniken garantiert.

Im Ju-Jutsu sind die Erkenntnisse der vorgenannten Budo-Disziplinen, aber auch neue unter dem Grundsatz “aus der Praxis für die Praxis” zu einer modernen und sehr wirkungsvollen Selbstverteidigung zusammengeschlossen. Und weil Ju-Jutsu so effektiv ist, wurde es bei der Polizei der Länder und dem Bundesgrenzschutz als dienstliches Pflichtfach eingeführt.

Erst um die Jahrhundertwende wurde das Ju-Jutsu – insbesondere durch Matrosen eingeführt – auch in Europa als Jiu-Jitsu bekannt. Die Griffe und Schläge wurden im Laufe der Zeit mit Ringergriffen und Boxtechniken vermengt und als Selbstverteidigung propagiert. Es entstand sozusagen ein “europäisches Jiu-Jitsu”, eine Art Verteidigung, bei der wenig vom “nachgebenden” oder “ausweichenden” Prinzip zu erkennen war.

1922 folgten u.a. die bekannten Altmeister Alfred Rhode in Frankfurt/Main und Otto Schmelzeisen in Wiesbaden mit Vereinsgründungen. Sie waren die deutschen Pioniere des Jiu-Jitsu und Judo.

Das “Europäische Jiu-Jitsu” war als nicht mehr zeitgemäß anzusehen. Somit war es dringend erforderlich, etwas Neues zu schaffen. Hochgraduierte Dan-Träger wurden damit beauftragt, die Voraussetzungen für eine effektive, moderne Selbstverteidigung zu erarbeiten. Das ist unter Federführung von Franz-Josef Gresch und Werner Heim gelungen, so dass im Jahre 1969 das Ju-Jutsu offiziell eingeführt wurde.

Ju-Jutsu Fighting – moderner Zweikampf

Im Ju-Jutsu Fighting stehen sich zwei Kämpfer im Leichtkontakt in ihrer jeweiligen Alters– und Gewichtsklasse gegenüber. Die Fighter kämpfen in drei „Parts“. Ein Kampf beginnt immer im Distanzkampf, dem Part 1,  mit Schlag-, Stoß- und Tritttechniken. Ziel ist es den Gegner oberhalb der Gürtellinie im Leichtkontakt zu treffen und damit Punkte zu erzielen. Gewertet werden volle Treffer mit Ipponwertung und zwei Punkten  und „halbe“ Treffer mit Waazariwertung und einem Punkt.

Eine Ipponwertung erhält man im Part 1  für eine ungeblockte Schlag-, Stoß- oder Tritttechnik zum Oberkörper- Schlag oder Tritttechnik zum Kopf(gerade Techniken sind verboten). Eine geblockte oder nicht ganz perfekt ausgeführte Technik ergibt eine Wazariwertung.

Sobald ein Kämpfer den anderen gegriffen hat,  befinden sie sich im Part 2. Ziel ist nun einen Übergang vom Stand zum Boden herzustellen. Erlaubt sind dazu Würfe, Hebel- und Würgetechniken.Eine Ipponwertung erhält man hier für eine perfekte Wurftechnik auf den Rücken, sowie Hebel und Würger mit Aufgabe (Abschlagen) des Partners.

Eine Wazariwertung erhält man für einen nicht perfekten Wurf etwa auf die Seite oder eine im Ansatz gezeigte Wurftechnik, die in der Endphase noch vereitelt wird. Befindet sich mindestens ein Kämpfer in der Bodenlage, wird im Part 3 weitergekämpft. Im Part 3 wird versucht den Gegner zu halten oder mit Hebel – und Würgetechniken zum Abschlagen zu zwingen.

Verbotene Techniken sind Techniken unterhalb der Gürtellinie, zu harter Kontakt, Passivität in den Parts, heraustreten aus der Matte etc. Verbotene Handlungen werden mit Shido (1 Punkt) oder Chui (2 Punkte) bestraft. Wer die meisten Punkte nach 3 Minuten (Erwachsene) Kampfzeit für sich verbucht gewinnt den Kampf. Ein vorzeitiger Sieg durch technischem KO wird durch „Full Ippon“, also eine volle Wertung in jedem der drei Parts, erreicht. Ist am Ende Punktegleichstand entscheidet die Anzahl der Ippons. Ist auch diese gleich, geht der Kampf mit 1 Minute in die Verlängerung.

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